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In der Hauptstadt Dili (Timor-Leste) wurden im Januar 2026 insgesamt 609 Denguefälle registriert, darunter 386 Neuerkrankungen sowie zwei Todesfälle im Zeitraum vom 22. bis 29. Januar 2026. Anfang Februar 2026 überschritt die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle die Marke von 1.000, darunter fünf Todesfälle bei Kindern.

Die Übertragung konzentriert sich vor allem auf urbane Gebiete. Die meisten Fälle wurden im Einzugsgebiet des Comoro Health Centers (316 Fälle) gemeldet, gefolgt von Becora (199), Vera Cruz (62) und Formosa (32). Gesundheitseinrichtungen in Dili arbeiten über der Kapazitätsgrenze, mit Bettenmangel, Patientenversorgung im Sitzen sowie Verlegungen zwischen Einrichtungen zur Bewältigung der Überlastung. Schwere und mittelschwere Verläufe werden an das nationale Referenzkrankenhaus überwiesen, wo zusätzlich Engpässe bei Personal, medizinischer Ausrüstung und Versorgungsgütern bestehen.

Erreger: Denguevirus (DENV, Serotypen derzeit nicht öffentlich bekannt).

Übertragung: Stechmücken der Art Aedes (sog. „Tigermücke“).

Inkubationszeit: Meist 4–10 Tage.

Symptome: Hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen, typischer Hautausschlag, Übelkeit; bei schweren Verläufen Blutungsneigung und Organbeteiligung.

Komplikationen: Dengue-Hämorrhagisches Fieber, Dengue-Schock-Syndrom sowie potenziell tödliche Verläufe, insbesondere bei Kindern und bei Zweitinfektionen mit unterschiedlichen Virusserotypen.

Bewertung der Situation

Die Konzentration der Fälle in dicht besiedelten urbanen Gebieten begünstigt eine anhaltende Übertragung durch hohe Bevölkerungsdichte und geeignete Brutstätten für Stechmücken. Die gemeldeten Todesfälle bei Kindern deuten auf schwere Krankheitsverläufe hin und lassen auf mögliche Verzögerungen bei der medizinischen Versorgung sowie eine Überlastung des Gesundheitssystems schließen.

Die aktuelle Fallentwicklung übersteigt übliche saisonale Muster und ähnelt der frühen Phase des großen Dengue-Ausbruchs von 2022. Aufgrund der saisonalen Hochphase zwischen Februar und April ist mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen zu rechnen. Präventionsmaßnahmen wie die Freisetzung von Wolbachia-infizierten Stechmücken befinden sich noch im Aufbau und zeigen derzeit noch keine ausreichende Wirkung auf Bevölkerungsebene.

Empfehlungen

Reisende: Konsequenter Mückenschutz durch Repellentien, körperbedeckende Kleidung und Nutzung von Moskitonetzen; Aufenthalte in Gebieten mit hoher Mückendichte möglichst vermeiden und bei Fieber nach Rückkehr umgehend ärztliche Abklärung veranlassen.
Unternehmen mit Entsendungen: Mitarbeitende vor Reisen über Denguerisiken informieren, konsequente Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche sicherstellen und medizinische Versorgungsoptionen vor Ort sowie Evakuierungspläne prüfen.

Quelle der Meldung

ABC Pacific / WHO

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Dr. med Til Berger

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