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In Argentinien wurden im Jahr 2025 insgesamt 55.183 bestätigte Syphilisfälle gemeldet, ein Anstieg von 71 % gegenüber den Jahren 2020–2024. Besonders betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren. Auch Fälle bei Schwangeren und angeborene Syphilis nahmen zu.

Erreger: Treponema pallidum (Bakterium).

Übertragung: Vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr sowie von der Mutter auf das ungeborene Kind. Syphillis wird u.a. durch den direkten Kontakt zu infektiösen Hautläsionen übertragen. D.h. vor allem enger körperlicher Kontakt. Dabei können auch Körperstellen außerhalb der „Geschlechtsregion“ betroffen sein.

Inkubationszeit: Meist 10–90 Tage.

Symptome: Anfangs oft schmerzlose Geschwüre, später Hautausschlag, Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl.

Komplikationen: Unbehandelt können schwere Organ- und Nervenschäden auftreten; in der Schwangerschaft sind Fehlgeburten oder angeborene Infektionen möglich.

Therapie: Gut behandelbar mit Antibiotika (Penicillin); frühzeitige Diagnose ist entscheidend.

Bewertung der Situation

Für die einheimische Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko, insbesondere für junge Menschen und Schwangere. Für Reisende besteht bei ungeschütztem Sexualkontakt ein Infektionsrisiko. Für Deutschland besteht nur ein geringes Risiko durch Reiserückkehrende. Unternehmen sind vor allem durch mögliche Krankheitsausfälle betroffen.

Empfehlungen

Reisende: Sexuelle Abstinenz = Sexualkontakte meiden, mindestens Kondome verwenden. Begründung ist der Übertragungsweg des Erregers, der nämlich nicht nur über die potentiell durch ein Kondom geschützte Haut übertragen wird, sondern auch über Läsionen an anderen Stellen. Bei Verdacht ärztliche Hilfe aufsuchen.
Unternehmen: Aufklärung zu sexuell übertragbaren Krankheiten fördern und betriebsärztliche Vorsorge sicherstellen.

Quelle der Meldung

Argentinisches Gesundheitsministerium / Agencia Noticias Argentinia / Boletin Epidemiológico Nacional

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Dr. med Til Berger

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