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Situationsbeschreibung:

Fidschi hat im Januar 2025 offiziell einen HIV-Ausbruch erklärt und verzeichnet seit 2014 den weltweit schnellsten Anstieg der HIV-Fälle von 500 auf geschätzte 5900. HIV ist ein Virus, das das Immunsystem angreift. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch intravenösen Drogenkonsum (48 % der Neuansteckungen 2024) und sexuelle Kontakte (40 %). Symptome sind anfangs oft grippeähnlich, später kann es zu opportunistischen Infektionen und Krebs kommen. Komplikationen umfassen das erworbene Immunschwächesyndrom (AIDS), das ohne Behandlung tödlich verläuft. 2024 starben 126 Menschen in Fidschi an HIV-bedingten Ursachen, viele aufgrund von Spätdiagnosen. Nur 36 % der HIV-positiven Personen kennen ihren Status, und lediglich 24 % erhalten eine Behandlung. Verzögerungen bei Diagnose und Behandlung sind auf mangelnde Schnelltests, eine mobile Bevölkerung, Stigmatisierung und Versorgungsengpässe zurückzuführen. Therapiemöglichkeiten bestehen aus antiretroviralen Medikamenten, die das Virus unterdrücken und die Lebensqualität verbessern.

Bewertung der Situation:

Der Ausbruch hat erhebliche Auswirkungen auf die einheimische Bevölkerung, insbesondere junge Erwachsene (18-34 Jahre), die 77 % der Neuansteckungen ausmachen. Für Reisende besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, insbesondere bei riskantem Verhalten. Für Deutschland sind direkte Auswirkungen gering, jedoch könnten sich global agierende Unternehmen, die in Fidschi tätig sind, mit Gesundheitsrisiken für ihre Mitarbeiter und Unterbrechungen der Geschäftstätigkeit konfrontiert sehen. Die Situation wird durch den zunehmenden Drogenhandel und Kürzungen internationaler Hilfsgelder verschärft.

Empfehlungen:

Für Reisende: Vermeiden Sie Drogenkonsum, insbesondere den Austausch von Spritzen. Verwenden Sie beim Geschlechtsverkehr Kondome. Informieren Sie sich vor der Reise über die Gesundheitsversorgung vor Ort. Bei Verdacht auf eine Exposition sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Für Unternehmen: Informieren Sie Mitarbeiter über die Risiken und Präventionsmaßnahmen. Sorgen Sie für Vorsorge für Ihre Mitarbeiter.

Quelle der Meldung:

UNAIDS

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Dr. med Til Berger

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