In Madagaskar wurde ein vierter Todesfall im Zusammenhang mit dem laufenden Mpox-Ausbruch bestätigt. Ein 11 Tage altes Neugeborenes verstarb am 03. Mai 2026 in der Region Boeny. Seit Beginn des Ausbruchs Ende Dezember 2025 wurden landesweit insgesamt 2462 Fälle gemeldet, darunter 1335 laborbestätigte Infektionen. Betroffen sind inzwischen 54 der 119 Distrikte des Landes.
Erreger: Monkeypox-Virus (Mpox-Virus, Clade Ib)
Übertragung: Enger körperlicher Kontakt, Kontakt mit Hautläsionen, Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Materialien; auch sexuelle Übertragung möglich
Inkubationszeit: Meist 5–21 Tage
Symptome: Fieber, Lymphknotenschwellung, Hautausschlag, Bläschen- und Pustelbildung
Komplikationen: Sekundärinfektionen, schwere Atemwegskomplikationen, schwere Verläufe bei immungeschwächten Personen und Neugeborenen
Therapie: Supportive Behandlung; bei schweren Verläufen antivirale Therapie möglich
Bewertung der Situation
Der Ausbruch zeigt weiterhin eine anhaltende und geografisch weit verbreitete Übertragung in Madagaskar. Die hohe Positivrate von etwa 64 % deutet darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen möglicherweise deutlich höher liegt als die bestätigten Fälle. Besonders betroffen sind vulnerable Gruppen wie immungeschwächte Personen und Neugeborene. Der Todesfall bei einem 11 Tage alten Säugling weist auf mögliche Übertragungen rund um die Geburt oder kurz nach der Geburt hin. Trotz laufender Impfkampagnen gibt es derzeit keine Hinweise auf eine Stabilisierung der Ausbruchsdynamik. Travel Risk Management, Reisemedizinische Beratung und Arbeitsmedizinische Vorsorge sind die ersten Schritte zur sicheren Reise und Entsendung.
Empfehlungen
Reisende: Reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Enge körperliche Kontakte zu symptomatischen Personen vermeiden, auf konsequente Handhygiene achten und bei Hautausschlag oder Fieber nach Reisen frühzeitig medizinische Abklärung veranlassen.
Unternehmen (Gesundheits-/Tourismussektor): Arbeitsmedizinische Vorsorge für entsandte Mitarbeiter sicherstellen, zu Symptomen und Übertragungswegen sensibilisieren, Hygienemaßnahmen verstärken und Verfahren zum Umgang mit Verdachtsfällen überprüfen.
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