Skip to main content

Auf Zypern wurden vier weitere Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche (MKS) des Serotyps SAT1 bestätigt. Damit steigt die Gesamtzahl betroffener Betriebe auf 116. Die neuen Fälle traten in Dromolaxia und Athienou auf und betrafen insgesamt 2765 Schafe und Ziegen in drei registrierten Betrieben sowie einem nicht registrierten Tierhaltungsbetrieb.

Alle neuen Ausbrüche wurden innerhalb bereits bestehender Sperr- und Überwachungszonen festgestellt. Die Behörden setzen weiterhin strikte Bewegungsbeschränkungen für Tiere und tierische Produkte um. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums wurden bislang rund 10 % des nationalen Schaf- und Ziegenbestands durch Keulungsmaßnahmen verloren.

Die zypriotische Regierung stellte ein Unterstützungsprogramm in Höhe von 35,6 Millionen Euro bereit, darunter Entschädigungen für gekeulte Tiere sowie Einkommenshilfen für betroffene Betriebe. Aufgrund von Lieferengpässen wurde zudem der vorgeschriebene Anteil von Schaf- und Ziegenmilch für Halloumi-Käse vorübergehend abgesenkt.

Erreger: Maul- und Klauenseuche-Virus (Foot-and-mouth disease virus, FMDV), Serotyp SAT1

Übertragung: Hochansteckende Übertragung zwischen Paarhufern durch direkten Kontakt, Aerosole, kontaminierte Gegenstände, Fahrzeuge, Kleidung oder Tierprodukte

Inkubationszeit: Meist 2–14 Tage

Symptome bei Tieren: Fieber, Bläschenbildung an Maul, Klauen und Zitzen, Lahmheit, Speichelfluss, Leistungsabfall

Komplikationen: Hohe wirtschaftliche Verluste durch Produktionsausfälle, Tierverluste und Handelsbeschränkungen

Therapie: Keine spezifische Therapie; Bekämpfung durch Keulung, Bewegungsbeschränkungen und strikte Biosicherheitsmaßnahmen

Bewertung der Situation

Die fortlaufende Entdeckung neuer Fälle innerhalb bestehender Infektionszonen zeigt, dass die Übertragung weiterhin aktiv ist, auch wenn bislang keine Ausweitung auf neue Regionen festgestellt wurde. Besonders problematisch ist der Nachweis eines Ausbruchs in einem nicht registrierten Tierhaltungsbetrieb, da solche Bestände die Rückverfolgung und Kontrolle erschweren.

Der SAT1-Serotyp gilt in der Region als ungewöhnlich, wodurch in den Tierbeständen kaum natürliche Immunität besteht. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind erheblich und betreffen inzwischen auch die Milch- und Lebensmittelproduktion.

Für Menschen besteht nur ein sehr geringes gesundheitliches Risiko. Die Hauptauswirkungen betreffen Landwirtschaft, Lebensmittelversorgung, Handel und betriebliche Abläufe in der Agrar- und Logistikbranche.

Empfehlungen

Reisende: Kontakte zu Nutztierbetrieben möglichst vermeiden; Hygienemaßnahmen nach Tierkontakt beachten; keine tierischen Produkte aus betroffenen Gebieten verbringen.

Unternehmen mit Entsendungen: Hygienekonzepte für Fahrzeuge, Kleidung und Arbeitsmaterialien sicherstellen; Reise- und Transportaktivitäten im Zusammenhang mit Tierhaltung und Agrarwirtschaft überprüfen.

Quelle der Meldung

Cyprus Mail

Ähnliche Meldungen

Dr. med Til Berger

Facharzt für Allgemeinmedizin
Betriebsmedizin
Flugmedizin
Diplom Tropenmedizin (BNI)

Bahnhofstraße 17
86551 Aichach

Sprechzeiten

  • Montag 08:30 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 16:00 Uhr
  • Dienstag 11:30 Uhr – 15:30 Uhr und 16:30 Uhr – 19:30 Uhr
  • Mittwoch 08:30 Uhr – 11:30 Uhr

Reisemedizinische Beratung und Reiseimpfungen

  • Reisemedizinische Beratung & Impfungen
  • Travel Risk Management/ Consulting
  • Gelbfieberimpfstelle
  • Malariaprophylaxe und -beratung
  • Beratung zu tropischen Infektionskrankheiten
  • Dengue Fieber / Dengue Impfung
  • Erstellung einer individuellen Reiseapotheke
  • Gesundheitsberatung für besondere Reisende
  • Tropentauglichkeit & Rückkehruntersuchung
  • Tauchtauglichkeitsuntersuchung (nach DGUV / GTÜM-Standard)
  • Höhenmedizinische Untersuchungen und Beratung
  • Tauglichkeit für Motorbootführerschein
  • Bescheinigungen & internationale Impfausweise
  • Beratung zur Gesundheitsinfrastruktur

Betriebsärztliche Betreuung

  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
  • Travel Risk Management (TRM)/ Consulting
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
  • Präventionsprogramme für Führungskräfte
  • Gesundheitsschutz bei Auslandentsendung
  • Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung
  • Regelmäßige Arbeitsschutz-Begehungen
  • Beratung zur Arbeitsplatzgestaltung
  • Allgemeine Betriebsärztliche Sprechstunde
  • Beratung bei Schwangerschaft gem. Mutterschutzgesetz
  • Beratung und Sprechstunde im Rahmen der Wiedereingliederung
  • Alle Arbeitsmedizinische Vorsorgen nach Anlässen
  • Eignungsuntersuchungen, z.B. Tauglichkeit bei Absturzgefährdung
  • Schwerer Atemschutz (Feuerwehr, ehemals G26.3)
  • Führerscheinuntersuchungen für LKW nach FeV
  • Vorsorge für „Weltwärts“ Entsandte
  • Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (GBU Psych)
  • Bildschirmarbeitsplatzvorsorge
  • Vorsorge bei Infektionsgefährdung gem. BioStoff Verordnung