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In Cape Town, South Africa, wurde Tollwut bei Kap-Pelzrobben als endemisch bestätigt. Seit 2024 wurden über 90 Fälle nachgewiesen, wobei die tatsächliche Zahl vermutlich höher liegt. Anlass für die aktuelle Warnung war ein Vorfall im Februar 2026, bei dem ein infiziertes Tier Kajakfahrer in Hout Bay angriff.
Die Übertragung erfolgt durch Bisse oder Kratzer infizierter Tiere. Auffällige Verhaltensänderungen bei Robben (Aggressivität, unprovoziertes Angreifen, Annäherung an Menschen oder Boote) erhöhen das Risiko für Mensch-Tier-Kontakte. Behörden haben Überwachungsmaßnahmen, gezielte Tötung erkrankter Tiere sowie Impfprogramme für Risikogruppen eingeführt.

Erreger: Tollwutvirus (Lyssavirus)

Übertragung: Bisse/Kratzer infizierter Tiere (Speichelkontakt)

Inkubationszeit: meist 1–3 Monate (variabel: <1 Woche bis >1 Jahr)

Symptome: Fieber, neurologische Symptome, Unruhe, Lähmungen, Hydrophobie u.a.

Komplikationen: Immer tödlicher Verlauf beim Menschen nach Symptombeginn

Therapie: Postexpositionsprophylaxe (Impfung + Immunglobulin) vor Symptombeginn

Bewertung der Situation

Die Etablierung eines tierischen Reservoirs in einer marinen Spezies stellt eine ungewöhnliche und langfristige Herausforderung dar. Durch die Nähe zu touristischen Küstengebieten besteht ein relevantes Expositionsrisiko für Bevölkerung und Reisende. Besonders kritisch ist die nahezu 100%ige Letalität nach Symptombeginn bei gleichzeitig oft unterschätztem Risiko nach Tierkontakt.
Für Deutschland besteht kein direktes Risiko, jedoch können Expositionen bei Reisenden auftreten.

Empfehlungen

Reisende: Abstand generell zu Säugetieren, hier zu Robben halten, keine Tiere füttern oder berühren, bei Kontakt sofort Wunde reinigen und medizinische Hilfe aufsuchen.

Quelle der Meldung

NSRI / IOL News

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Dr. med Til Berger

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