In Guam wurde erstmals seit 2015 wieder ein Ausbruch von Keuchhusten gemeldet. Insgesamt wurden im Jahr 2026 neun laborbestätigte Fälle registriert, darunter zwei neue Fälle.
Die epidemiologische Untersuchung zeigt eine Verbindung zu einer Kinderbetreuungseinrichtung, was auf eine lokale Übertragung in einem Umfeld mit engem Kontakt hindeutet. Gesundheitsbehörden haben Maßnahmen wie Fallermittlung, Kontaktverfolgung und Zusammenarbeit mit der betroffenen Einrichtung eingeleitet.
Erreger: Bordetella pertussis
Übertragung: Tröpfcheninfektion (enger Kontakt, Husten, Niesen)
Inkubationszeit: 7–10 Tage (bis zu 21 Tage möglich)
Symptome: Anhaltender Husten, krampfartige Hustenanfälle („Keuchhusten“), ggf. Erbrechen und Atemnot
Komplikationen: Schwere Verläufe insbesondere bei Säuglingen (Pneumonie, Apnoen)
Therapie: Antibiotika (Makrolide) und supportive Behandlung
Bewertung der Situation
Die Übertragung in einer Kinderbetreuungseinrichtung stellt ein erhöhtes Risiko für eine weitere Ausbreitung dar, insbesondere bei unvollständig geimpften Kindern. Nachlassende Immunität bei Jugendlichen und Erwachsenen begünstigt die Weitergabe der Infektion an vulnerable Gruppen.
Aktuell ist der Ausbruch lokal begrenzt, jedoch besteht ein Risiko für Sekundärfälle in Haushalten und weiteren Einrichtungen.
Empfehlungen
Reisende: Impfschutz (DTaP/Tdap) überprüfen und bei Bedarf auffrischen; bei Symptomen frühzeitig medizinische Abklärung; Hygienemaßnahmen einhalten.
Einrichtungen: Isolierung von Erkrankten, Überwachung und ggf. Prophylaxe von Kontaktpersonen sowie Überprüfung des Impfstatus von Kindern und Personal. Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen.
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