In Johannesburg (Südafrika) wurde bei einem Patienten aus Sambia ein seltener Fall von Tana-Pocken diagnostiziert; ein weiterer wahrscheinlicher Fall trat in derselben Region (Nsumbu-Reservat, nahe Tanganjikasee) auf. Die Erkrankung wird durch ein zoonotisches Pockenvirus verursacht und vermutlich durch Mücken übertragen. Der Patient entwickelte schmerzhafte Hautläsionen und kurzzeitiges Fieber und erholte sich unter unterstützender Therapie.
Erreger: Tana-Pocken-Virus (Pockenvirus)
Übertragung: Wahrscheinlich mechanisch durch Mücken (Kontakt mit infizierten Primaten)
Inkubationszeit: Unklar, vermutlich mehrere Tage
Symptome: Fieber, ein bis mehrere schmerzhafte Hautknoten/-läsionen
Komplikationen: Selten schwer, meist selbstlimitierend
Therapie: Keine spezifische Therapie, symptomatische Behandlung
Bewertung der Situation
Es handelt sich um ein seltenes zoonotisches Ereignis mit lokal begrenzter Übertragung in Wildtiergebieten. Für die allgemeine Bevölkerung besteht ein sehr geringes Risiko. Personen mit Aufenthalt in Naturreservaten haben ein leicht erhöhtes Expositionsrisiko. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht zu erwarten.
Empfehlungen
Reisende: Konsequenter Mückenschutz, insbesondere bei Aufenthalten in Wildtiergebieten.
Unternehmen: Sensibilisierung von Mitarbeitenden bei Einsätzen in tropischen Regionen mit Tierkontakt. Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen.
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