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In Nigeria wurden zwischen dem 01.01. und 15.03.2026 insgesamt 582 bestätigte Lassa-Fieber-Fälle und 146 Todesfälle gemeldet. Dies entspricht einer Fallsterblichkeit von 25,1% und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert (18,7%). Die Erkrankungen wurden in 21 Bundesstaaten registriert, mit einer starken Konzentration in Bauchi, Ondo, Taraba, Benue und Edo. Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 21–30-Jährigen. Auffällig ist zudem der deutliche Anstieg von Infektionen beim Gesundheitspersonal mit insgesamt 38 Fällen, darunter zahlreiche Ärzte. Die Fallzahlen stiegen zuletzt weiter an, was auf eine anhaltende Übertragung hinweist.

Erreger: Lassa-Virus (Arenavirus)

Übertragung: Kontakt mit kontaminierten Lebensmitteln oder Oberflächen oder Kontakt mit infizierten Nagetieren, sowie Mensch-zu-Mensch über Körperflüssigkeiten

Inkubationszeit: 6–21 Tage

Symptome: Fieber, Schwäche, Kopfschmerzen, ggf. Blutungen

Komplikationen: Multiorganversagen, hohe Sterblichkeit bei schweren Verläufen

Therapie: Frühzeitige antivirale Behandlung und supportive Therapie

Bewertung der Situation

Die Situation zeigt eine zunehmende Schwere des Ausbruchs mit erhöhter Sterblichkeit. Besonders kritisch ist der Anstieg der Infektionen beim Gesundheitspersonal, was auf Defizite in der Infektionskontrolle hinweist. Für die betroffene Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko, insbesondere in den Schwerpunktregionen. Reisende sollten Vorsichtsmaßnahmen beachten; für Deutschland besteht aktuell ein geringes Risiko, importierte Einzelfälle sind möglich.

Empfehlungen

Reisende: Kontakt zu Nagetieren vermeiden, Lebensmittel hygienisch lagern, bei Symptomen frühzeitig medizinische Hilfe aufsuchen.
Unternehmen: Sensibilisierung reisender Mitarbeitender, Information über Infektionsrisiken und Schutzmaßnahmen. Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen.

Quelle der Meldung

Nigeria Centre for Disease Control and Prevention / Premium Times Nigeria / Saturday PUNCH

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