In Viet Nam wurde ein deutlicher Anstieg von pädiatrischen Fällen der Hand-Fuß-Mund-Krankheit während der saisonalen Hochphase gemeldet. Am Vietnam National Children’s Hospital wurden in den ersten zwei Monaten des Jahres 2026 nahezu 3000 Fälle registriert, von denen etwa ein Drittel hospitalisiert werden musste. Die Fallzahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 56 %, während sich die Zahl der Krankenhausaufnahmen verdoppelte.
Erreger: Enteroviren (insbesondere Enterovirus A71, Coxsackievirus A16 und A6)
Übertragung: Tröpfcheninfektion, fäkal-orale Transmission und Kontakt mit kontaminierten Oberflächen oder Bläscheninhalt
Inkubationszeit: 3–7 Tage
Symptome: Fieber, Halsschmerzen, vesikulärer Hautausschlag an Händen, Füßen und im Mund
Komplikationen: Selten schwere neurologische Verläufe (z. B. Enzephalitis), Atemprobleme
Therapie: Symptomatische Behandlung, keine spezifische antivirale Therapie
Bewertung der Situation
Die Entwicklung entspricht grundsätzlich der saisonalen Epidemiologie in Südostasien, zeigt jedoch eine erhöhte Dynamik mit steigenden Fallzahlen und vermehrten Hospitalisierungen. Dies könnte auf veränderte Viruszirkulation (z. B. EV-A71) und eine größere Anzahl empfänglicher Kinder zurückzuführen sein. Für Reisende ist das Risiko insgesamt gering, jedoch besteht ein erhöhtes Expositionsrisiko für Kleinkinder.
Empfehlungen
Reisende: Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen, insbesondere regelmäßiges Händewaschen und Vermeidung von engem Kontakt zu erkrankten Personen.
Unternehmen: Sensibilisierung von Mitarbeitenden mit Kindern, Förderung von Hygienemaßnahmen in Gemeinschaftseinrichtungen und frühzeitige Erkennung von Erkrankungsfällen.
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