In der Provinz Kampot (Kambodscha) wurde der erste menschliche Fall von hochpathogener aviärer Influenza H5N1 im Jahr 2026 bei einem 30-jährigen Mann bestätigt. Der Patient entwickelte Fieber, Husten und Bauchschmerzen, erhielt medizinische Behandlung und genas vollständig. Als wahrscheinliche Infektionsquelle gilt der Kontakt mit Hühnern, die vor Erkrankungsbeginn zubereitet und verzehrt wurden.
Erreger: Hochpathogenes Influenzavirus A (H5N1).
Übertragung: Vor allem direkter Kontakt mit infiziertem Geflügel, deren Ausscheidungen oder kontaminierten Umgebungen;
Inkubationszeit: Meist 2–8 Tage.
Symptome: Fieber, Atemwegsbeschwerden, gastrointestinale Beschwerden; in schweren Fällen Pneumonie und Multiorganversagen.
Komplikationen: Schwere Atemwegserkrankungen mit potenziell tödlichem Verlauf.
Therapie: Antivirale Behandlung (z. B. Oseltamivir) sowie unterstützende Therapie.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht weiterhin ein zoonotisches Risiko, insbesondere in ländlichen Regionen mit Geflügelhaltung. Für Reisende ist das Infektionsrisiko bei Kontakt mit Geflügel erhöht, bleibt jedoch insgesamt gering. Für Deutschland besteht derzeit kein erhöhtes Risiko. Unternehmen mit Mitarbeitereinsätzen in ländlichen Regionen können durch Exposition gegenüber Geflügel betroffen sein.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt zu Geflügel und Tierkadavern vermeiden, nur gut durchgegartes Geflügel verzehren, Hygienemaßnahmen beachten.
Unternehmen mit Entsendungen: Mitarbeitende über Risiken informieren, Betriebsärztliche Vorsorge sicherstellen, Kontakt zu Geflügelbetrieben vermeiden und medizinische Versorgungsstrukturen prüfen.
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