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Seit Dezember 2025 wurden vermehrt Chikungunya-Fälle bei Reisenden nach Aufenthalten auf den Seychellen registriert. Konkrete Gesamtfallzahlen wurden bislang nicht veröffentlicht, jedoch weisen importierte Fälle auf eine anhaltende lokale Virusübertragung hin.

Die Erkrankung wird durch das Chikungunya-Virus (CHIKV) verursacht.

Übertragung: Stichinfektion durch infizierte Stechmücken der Gattung Aedes.

Inkubationszeit: Meist 3–7 Tage.

Symptome: Plötzliches Fieber, starke Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautausschlag, Abgeschlagenheit, gelegentlich Durchfall.

Komplikationen: Chronische Gelenkbeschwerden über Monate möglich, selten schwere Verläufe bei Risikogruppen.

Therapie: Keine spezifische antivirale Behandlung verfügbar; symptomatische Therapie mit Schmerz- und Fiebermedikamenten, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Ruhe.

Bewertung der Situation

Die Häufung von Fällen bei internationalen Reisenden deutet auf eine ausgeprägte Viruszirkulation in der lokalen Bevölkerung hin. Für Reisende besteht insbesondere während der Regenzeit ein erhöhtes Infektionsrisiko durch verstärkte Mückenaktivität. Für Deutschland besteht ein geringes Risiko lokaler Übertragungen, jedoch können importierte Erkrankungsfälle auftreten. Unternehmen mit Entsendungen in die Region müssen mit krankheitsbedingten Ausfällen und möglichen medizinischen Versorgungsengpässen rechnen.

Empfehlungen

Reisende: Konsequenter Schutz vor Mückenstichen durch Repellentien, körperbedeckende Kleidung sowie Nutzung von Moskitonetzen; bei Fieber oder Gelenkbeschwerden nach Aufenthalt zeitnah ärztliche Abklärung. Impfung erwägen.
Unternehmen mit Entsendungen: Mitarbeitende vor Reiseantritt über Infektionsrisiken informieren, betriebsärztliche Vorsorge sicherstellen, Impfung ermöglichen, wirksame Mückenschutzmaßnahmen bereitstellen und medizinische Versorgungs- sowie Rückholoptionen prüfen.

Quelle der Meldung

US CDC / Gesundheitsministerium Seychellen / Seychelles Nation

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Dr. med Til Berger

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