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In Westbengalen wurde ein weiterer Verdachtsfall von Nipah-Virus-Infektion bei einer im Gesundheitswesen tätigen Person gemeldet. Damit steigt die Zahl der bestätigten und vermuteten Fälle auf fünf. Zwei Pflegekräfte eines Krankenhauses in Barasat (North 24-Parganas) wurden am 17.01.2026 labordiagnostisch bestätigt. Eine Patientin zeigt eine deutliche klinische Besserung, die zweite liegt weiterhin im Koma. Zusätzlich entwickelten ein Arzt und eine Pflegekraft Symptome und werden isoliert überwacht. Das Nipah-Virus ist ein zoonotisches Paramyxovirus, das schwere neurologische Erkrankungen verursachen kann und bei engem Kontakt auch von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Das Gesundheitsministerium von Westbengalen hat umfassende Leitlinien zu Isolation, Diagnostik, Behandlung und Kontaktverfolgung veröffentlicht.

Erreger: Nipah-Virus (Paramyxoviridae).

Übertragung: Zoonotisch (z. B. kontaminierte Früchte/Dattelpalmensaft) sowie Mensch-zu-Mensch durch engen Kontakt mit Körperflüssigkeiten.

Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, Husten; häufig Enzephalitis mit Bewusstseinsstörungen.

Komplikationen: Schwere Hirnentzündung, Atemversagen, hohe Letalität.

Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; intensivmedizinische, supportive Behandlung.

Bewertung der Situation

Für medizinisches Personal besteht ein hohes Risiko. Für die Allgemeinbevölkerung ist das Risiko aktuell lokal begrenzt. Reisende nach Indien haben ein sehr geringes Risiko. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht zu erwarten. Gesundheitsunternehmen und Kliniken müssen erhöhte Schutzmaßnahmen umsetzen.

Empfehlungen

Reisende: Kontakt zu Krankenhäusern und Rohprodukten tierischen Ursprungs meiden, Hygieneregeln beachten.
Unternehmen: Strikte Infektionsschutz- und PPE-Protokolle, Schulung des Personals, Notfallpläne aktivieren.

Quelle der Meldung

 The Telegraph / DTNEXT

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Dr. med Til Berger

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