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In der spanischen Region Katalonien wurden bis zum 23. Januar 2026 insgesamt 85 Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen bestätigt. Die Fälle stammen aus 20 Ausbrüchen (3 Primär-, 17 Sekundärausbrüche) und sind auf eine definierte Hochrisikozone mit einem Radius von 6 km begrenzt. Trotz intensiver Viruszirkulation bei Wildschweinen blieb der Hausschweinebestand bislang unbeeinträchtigt; alle 57 Betriebe in der betroffenen Zone zeigten keine Hinweise auf eine Infektion.

Erreger: Afrikanisches Schweinepestvirus (ASFV), ein DNA-Virus.

Übertragung: Direkter Kontakt zwischen Wild- und Hausschweinen, indirekt über kontaminierte Materialien, Fahrzeuge oder Fleischprodukte.

Symptome: Hohes Fieber, Schwäche, Blutungen, hohe Sterblichkeit bei Schweinen.

Komplikationen: Nahezu immer tödlicher Verlauf bei infizierten Tieren; massive wirtschaftliche Schäden.

Therapie: Keine Behandlung oder Impfung verfügbar; Kontrolle nur durch Biosicherheit und Keulung.

Bewertung der Situation

Für die lokale Tierwelt besteht ein hohes Risiko. Die Hausschweinehaltung ist aktuell gut geschützt. Für Reisende besteht kein Gesundheitsrisiko. Auswirkungen auf Deutschland sind gering, wirtschaftliche Effekte für die europäische Schweinewirtschaft jedoch möglich. Unternehmen der Agrar- und Fleischwirtschaft tragen ein relevantes Vorsorge- und Ausfallrisiko.

Empfehlungen

Reisende: Kein Kontakt mit Wild- oder Hausschweinen; keine Schweinefleischprodukte mitführen.
Unternehmen: Unternehmen mit Entsendungen sollten Mitarbeitende über Biosicherheitsregeln informieren, Kontakte zu Schweinen und landwirtschaftlichen Betrieben vermeiden lassen, Hygienemaßnahmen nach Rückkehr sicherstellen und mögliche Auswirkungen auf Lieferketten in ihre Krisenplanung einbeziehen.

Quelle der Meldung

Spanisches Landwirtschaftsministerium (MAPA)

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Dr. med Til Berger

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