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Kolumbien verzeichnet 2025 einen massiven Anstieg der Gelbfieber-Fälle. Mit 118 Erkrankungen und 49 Todesfällen hat sich die Fallzahl gegenüber 2024 verfünffacht. Besonders besorgniserregend ist das Epizentrum im Departement Tolima, einer Region, die zuvor über zwei Jahrzehnte als gelbfieberfrei galt.

Erkrankung: Akute Virusinfektion, die in schweren Fällen die Leber und Nieren schädigt.

Erreger: Gelbfieber-Virus (Orthoflavivirus flavi).

Übertragung: Durch den Stich infizierter Mücken (Aedes, Haemagogus). Es gibt einen Waldzyklus (Affe-Mücke-Mensch) und einen Stadtzyklus (Mensch-Mücke-Mensch).

Symptome: Plötzliches Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit. In der toxischen Phase: Gelbsucht, Blutungen.

Komplikationen: Multiorganversagen; die Sterblichkeit in der toxischen Phase liegt bei ca. 50 %.

Therapie: Keine spezifischen Antiviren-Medikamente. Rein supportive Behandlung (Flüssigkeit, Organunterstützung). Die Impfung bietet lebenslangen Schutz.

Bewertung der Situation

Die geografische Ausbreitung nach Tolima deutet auf eine Veränderung des ökologischen Risikogebiets hin. Für die einheimische Bevölkerung besteht ein hohes Risiko, da Impflücken trotz Kampagnen bestehen. Reisende in ländliche Gebiete oder Nationalparks sind extrem gefährdet, wenn sie nicht geimpft sind. Auswirkungen auf Deutschland sind auf Importfälle beschränkt. Unternehmen im Agrar- oder Tourismussektor müssen strikte Impfauflagen für Personal in Risikozonen durchsetzen.

Empfehlungen

Reisende: Eine Gelbfieber-Impfung ist für Reisen in viele Gebiete Kolumbiens (einschließlich Tolima) zwingend erforderlich und muss mindestens 10 Tage vor Reiseantritt erfolgen. Nutzen Sie konsequent Mückenschutz (DEET, helle Kleidung).

Unternehmen: Überprüfung der Impfpässe aller Mitarbeiter in betroffenen Departements. Unterstützung staatlicher Impfkampagnen und Aufklärung über Symptome.

Quelle der Meldung

WHO / CDC / PLOS / NIH

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Dr. med Til Berger

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