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Situationsbeschreibung

Das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo (DRK) erklärte den am 4. September 2025 ausgerufenen Ebola-Ausbruch in der Provinz Kasai (Gesundheitszone Bulape) für beendet. Die Erklärung erfolgte, nachdem 42 Tage (zwei Inkubationszeiten) seit der Entlassung des letzten bestätigten Patienten vergangen waren. Insgesamt wurden 64 Fälle (53 bestätigt, 11 wahrscheinlich) gemeldet, darunter 45 Todesfälle (Letalitätsrate 70,3 %).

Erkrankung: Ebola-Virus-Krankheit (EVD).

Erreger: Ebolavirus (Filovirus).

Übertragung: Zuerst durch Kontakt mit Sekreten/Blut infizierter Wildtiere (Spillover), dann durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Materialien von infizierten Personen. Sexuelle Übertragung ist möglich.

Symptome: Plötzliches Fieber, starke Müdigkeit, Muskelschmerzen, gefolgt von Erbrechen, Durchfall und hämorrhagischen Manifestationen.

Komplikationen: Multiorganversagen, Schock, Tod.

Therapie: Supportivbehandlung (Flüssigkeitshaushalt), monoklonale Antikörper (z. B. Inmazeb, Ebanga) und Impfung (rVSVΔG-ZEBOV-GP/Ervebo) zur Prävention.

Bewertung der Situation

Das akute Risiko ist mit dem Ende des Ausbruchs gesunken, jedoch bleibt die DRK ein endemisches Gebiet. Die Gesundheitsbehörden halten eine 90-tägige erhöhte Überwachung aufrecht, da jederzeit ein erneutes Auftreten (Spillover oder Persistenz bei Überlebenden) möglich ist. Für Reisende in die Region besteht ein geringes, aber vorhandenes Risiko, das durch die WHO als keinen Grund für Reise- oder Handelsbeschränkungen eingestuft wird. Deutschland ist nicht direkt betroffen. Unternehmen müssen Vorsorgepläne für Mitarbeiter in der Region beibehalten.

Empfehlungen

Reisende: Engen Kontakt zu Wildtieren oder offensichtlich kranken Personen meiden. Bei Symptomen sofort medizinische Hilfe suchen und Reisegeschichte angeben.

Unternehmen: Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen zu Ebola und zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) für Personal im Einsatzgebiet aufrechterhalten. Engmaschiges Monitoring der Situation, ggfs. Reisesperren.

Quelle der Meldung

World Health Organization (WHO)

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Dr. med Til Berger

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