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Situationsbeschreibung:

In Festlandfrankreich wurde ein signifikanter Anstieg importierter Chikungunya-Fälle verzeichnet, zeitgleich mit dem Wiederauftreten des Chikungunya-Virus (CHIKV) im Indischen Ozean. Der erste autochthone (lokal erworbene) Fall des Jahres 2025 wurde am 13. Juni 2025 in Südfrankreich bestätigt, gefolgt von einem zweiten am 16. Juni und einem dritten am 24. Juni. Das Chikungunya-Virus ist ein Alphavirus, das hauptsächlich durch die Aedes-Mücke (insbesondere Aedes albopictus) übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt typischerweise 3-12 Tage. Symptome sind plötzliches hohes Fieber, starke Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und manchmal Hautausschlag. Komplikationen sind selten, aber chronische Gelenkschmerzen können über Wochen bis Monate anhalten, in seltenen Fällen auch länger. Eine spezifische antivirale Therapie existiert nicht; die Behandlung ist symptomatisch und lindert Fieber und Schmerzen. Inzwischen sind 2 wirksame Impfstoffe zugelassen.

Bewertung der Situation:

Die Konvergenz hoher Importraten, günstiger klimatischer Bedingungen und der etablierten Mückenpopulationen in Südfrankreich schafft ein optimales Umfeld für die lokale Übertragung von Chikungunya. Dies birgt ein Risiko für zusätzliche lokale Ausbrüche, auch wenn die Krankheit in Europa nicht endemisch ist. Für die einheimische Bevölkerung und Reisende besteht das Risiko einer Infektion und möglicherweise langwieriger Gelenkbeschwerden. Auswirkungen auf Deutschland sind indirekt, durch potenzielle Einschleppungen des Virus durch Reisende.

Empfehlungen:

Reisende in betroffene Gebiete sollten konsequente Vektorexpositionsprophylaxe durchführen. Stehendes Wasser, das als Brutstätte für Mücken dienen kann, sollte vermieden oder beseitigt werden. Bei Symptomen nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Unternehmen, die Mitarbeiter in endemische Regionen entsenden müssen für Information und Vorsorge für ihre Mitarbeiter sorgen. Bei Projekten in endemischen Gebieten ist ein Konzept zur Minderung des Vektordrucks zu erstellen. Sie sollten zudem aktuelle Reisehinweise und Gesundheitsempfehlungen der Behörden beachten.

Quelle der Meldung:

Regionale Gesundheitsbehörde Auvergne-Rhône-Alpes, Le Dauphiné Libéré.

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Dr. med Til Berger

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