Situationsbeschreibung
In Khartum, der Hauptstadt Sudans, sind innerhalb von zwei Tagen 70 Menschen an Cholera gestorben. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn mehr als 7.700 Fälle registriert, über 1.000 davon bei Kindern unter fünf Jahren. Cholera wird durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen. Typische Symptome sind Durchfall, Erbrechen und Dehydration. Unbehandelt kann die Erkrankung tödlich verlaufen, behandelbar ist sie mit Rehydrierung und Antibiotika. Der Ausbruch fällt in eine Zeit schwerer Infrastrukturzerstörung durch den andauernden Konflikt zwischen Armee und RSF-Milizen. Fast 90 % der Krankenhäuser in Kampfgebieten sind nicht funktionsfähig.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung ist die Lage katastrophal. Reisende sind bei fehlender medizinischer Versorgung stark gefährdet. In Deutschland ist das Risiko durch Rückkehrer oder Helfer gering, aber nicht auszuschließen. Unternehmen mit Mitarbeitenden vor Ort müssen mit hohen Gesundheitsrisiken und eingeschränkter Infrastruktur rechnen.
Empfehlungen
Reisende sollten Sudan derzeit meiden. Falls unvermeidlich: vollständige Cholera-Impfung, strikte Hygiene, Trinkwasserdesinfektion. Unternehmen sollten Auslandsreisen aussetzen, Gesundheitsschutzpläne aktivieren und lokale Mitarbeitende unterstützen.
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